Nicht ganz unbemerkt veröffentlichte Google am Abend des 2. Septembers den Google Browser namens Chrome.
Das Personal für Kommunikation & Co. der Google Zentrale schickten Informationen über den Browser zu früh ab und die Verantwortlichen entschlossen sich dann anscheinend kurzerhand Google Chrome schon verfrüht zu veröffentlichen.
Doch anscheinend wurde die Internet-Software schon ausgiebig getestet. Sie ist bereits in zahlreichen Sprachen verfügbar und läuft sehr stabil und zuverlässig.
Download Google Chrome
Wer den neuen Browser in Betrieb nehmen möchte, kann ihn unter folgender Adresse laden.
Erster Eindruck, Funktionen und Screenshots
Natürlich habe ich den Google Chrome Browser sofort unter die Lupe genommen. Etwas mehr als eine Stunde hatte ich bereits die Gelegenheit ihn zu testen. Hier möchte ich nun die wesentlichen Funktionen vorstellen.
Navigations- und Lesezeichen-Symbolleiste? Ja wo denn? Ein schlichter Browser.

Zuerst fällt wahrscheinlich das sehr schlichte Design des Chrome Browsers auf. Weder eine Navigations noch eine Lesezeichen-Symbolleiste sind beim ersten Start zu sehen.
Lediglich vor, zurück, neu laden (links) sowie aktuelle Seite bearbeiten und Google Chrome anpassen (rechts).
Such- und Adressleiste verschmolzen
Anstatt Such- und Adressleiste gibt es nur eine einzige Eingabemöglichkeit. Für Internetadressen, Suchbegriffe und externe Suchanfragen.
Suche auf externen Seiten: Mit einem Trick kein Problem
Sicherlich wird sich hier der ein oder andere Fragen: “Ich suche aber noch auf viel mehr Seiten als nur auf Suchmaschinen” Auch dafür gibt es in Chrome eine Lösung ohne ein extra Suchfeld in Anspruch zu nehmen:
Voraussetzung: Die Seite mit Suchfunktion wurde bereits ein mal besucht.
Als Beispiel nehmen wir PcBeirat.de
Wenn PcBeirat.de durchsucht werden soll, muss lediglich pcbeirat.de TAB suchwort eingegeben werden. Wobei das TAB für die Tabulatortaste steht. Daraufhin wird auch diese Seite durchsucht.
Sicherlich sinnvoll für Leo, Wikipedia, Ebay, Amazon und andere Seiten bei denen man nicht den Umweg über eine Suchmaschine benötigt.
Recourcen? Wie schnell ist Chrome?
Eine wichtige Frage, wenn es um Browser geht ist, wie viel Speicher in Anspruch genommen wird.
Google Chrome hat hierzu sogar eine eigene Anzeige, welche über about:memory eingesehen werden kann.
In meinem Vergleich habe ich jeden Browser mit deaktivierten Plugins (Google Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari und Opera) neu gestartet, PcBeirat.de aufgerufen und anschließend den belegten Speicher abgelesen.
Zwar lag der Internet Explorer 7 leicht vor Chrome, dennoch überholte der Google Browser die andere Konkurrenz. Abgesehen davon ist ja hinlänglich bekannt, dass der Internet Explorer einige Schwächen hat und beim Aufbau der Seiten teilweise erhebliche Zeit in Anspruch nimmt.
Firefox war immer wieder negativ durch den hohen Speicherbedarf aufgefallen. Deswegen könnte gerade Chrome für die Nummer 2 der Browserwelt auch gefährlich werden.
Taskmanager
Anders als bei herkömmlichen Browsers, wird bei Google Chrome jeder Tab als einzelner Prozesss geführt

Und diese kann man auch innerhalb des Browsers überwachen
Wie hier zu sehen ist der vergebene Arbeitsspeicher, die CPU Last und die aktuelle Übertragungsrate angegeben.
So fällt es sehr leicht Internetseiten zu identifizieren, die sehr viel Arbeitsspeicher einnehmen und auch die Netzwerkaktivität kann überwacht werden.
Wenn eine Seite, also ein Tab mal abstürzen sollte, kann dieses einfach geschlossen werden währen andere, geöffnete Tabs nicht gefährdet sind.
Ein Inkognito Fenster
Wer halbwegs Anonym durchs Netz surfen will, kann auch ein sogenanntes Inkognito Fenster öffnen.
Das bedeutet, es werden keine Cookies mehr gespeichert, die es sonst Seiten ermöglicht, einen Computer bzw. Browser auch beim zweiten Besuch wiederzuerkennen.
Sicherlich kann es in einigen Fällen Sinn machen, dieses Feature in Anspruch zu nehmen, aber letztendlich hat es auch Nachteile und ein automatischer Login auf den häufig besuchten Seiten, wäre bei einer andauernden Nutzung dieses Modus nicht möglich.
Wichtig ist hierbei, dass keine Spuren in der Browser History hinterlassen werden und somit ist dieser Modus perfekt geeignet, um beispielsweise ein Geschenk für die Freundin / den Freund online zu bestellen, ohne dass diese es anschließend nachvollziehen könnten.
Häufig besuchte Seiten

Häufig besuchte Seiten werden schon beim Öffnen eines neuen Tabs angezeigt, sodass auf diese sehr schnell zugegriffen werden kann.
Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit den Verkauf zu durchsuchen und direkt auf die gespeicherten Lesezeichen zuzugreifen.
Verlauf
Im Verlauf werden sehr übersichtlich die bisher besuchten Seiten, sogar mit Urzeit, aufgeführt. Den Verlauf zu durchsuchen vereinfacht das Auffinden bereits aufgerufener Seiten erheblich.
Favoriten
Natürlich ist es auch bei Google Chrome möglich Favoriten anzulegen. Ähnlich wie bei der neusten Firefox Version muss nur auf ein Stern neben der aktuellen Seite geklickt werden.
Was – im direkten Vergleich zu Firefox – fehlt, ist die Möglichkeit Tags anzulegen. Die Sortierung in Ordner und Unterordner ist aber möglich.
Sicherheit: Phishing Schutz und Zertifikate
Auch in Sachen Sicherheit scheint Chrome gut ausgestattet zu sein.
Wie auch schon andere Browser gleicht Chrome beim Surfen die Intenetadressen automatisch mit einer Datenbank böshafter URLs ab und blockiert diese anschließend.
Dieser Dienst ist optional und kann deaktiviert werden. Ein Geschwindigkeitsverlust bei aktiviertem Phishing- und Malware-Schutz konnte ich bisher nicht feststellen.
Ansonsten werden natürlich auch die Zertifikate verschlüsselter Seiten angezeigt, wie hier z.B. beim Zahlungsdienstleister Paypal
Fazit
Vom ersten Test des neuen Browsers bin ich sehr positiv überrascht. Obwohl Google quasi gezwungen war Chrome verfrüht auf den Markt zu werfen, sehe ich einen schnellen, schlichten und übersichtlichen Internetbrowser.
Die 1 1/2 Stunden Test sind sicherlich noch nicht ausreichend um ein abschließendes Urteil zu bilden, was bei einem, ständig in Entwicklung befindlichen Programm, sowieso nicht möglich ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass Google mit Chrome auf Dauer einen nicht unerheblichen Anteil in der Browserwelt ergattern könnte.
PcBeirat.de wird weiter am Ball bleiben und versuchen euch mit den neusten Infos zu Chrome, aber natürlich auch immer noch zu den Alternativen auf dem Laufenden zu halten.






